BOGI RATGEBER · RENOVIEREN ODER SANIEREN
Renovieren oder sanieren: Was braucht Ihre Wohnung?
Renovieren oder sanieren beschreibt zwei unterschiedliche Projektziele. Eine Renovierung verbessert vor allem sichtbare Oberflächen und Wohnwirkung. Eine Sanierung beseitigt dagegen technische Mängel, Schäden oder Funktionsprobleme. Zusätzlich erhöht eine Modernisierung den bisherigen Standard. Wer diese Begriffe vor der Planung trennt, erhält passendere Angebote, realistischere Kosten und einen belastbaren Bauablauf.
Aktualisiert: August 2026 · Lesezeit: ca. 18 Minuten · Fachbeitrag: BOGI Projekt GmbH
Praxis-Tipp: Zuerst Ursache und Funktion prüfen, danach Oberflächen und Ausstattung planen.

KURZANTWORT
Renovieren oder sanieren: die kurze Antwort
Wählen Sie Renovierung, wenn der Bestand technisch funktioniert und vor allem Farbe, Boden oder sichtbare Ausstattung erneuert werden sollen. Wählen Sie Sanierung, wenn Feuchtigkeit, Leitungen, Elektrik, Untergrund oder Bauteile mangelhaft sind. Eine Modernisierung kommt hinzu, wenn Sie Energieeffizienz, Komfort oder Ausstattung über den bisherigen Zustand hinaus verbessern möchten.
- Renovierung: optisch erneuern und Wohnwirkung auffrischen.
- Sanierung: Mängel, Schäden und Funktionsprobleme beheben.
- Modernisierung: Standard, Komfort oder Energieeffizienz erhöhen.
- Umbau: Grundriss, Nutzung oder Konstruktion verändern.
- Wichtig: Ein Projekt kann mehrere Kategorien gleichzeitig enthalten.
INHALT
Inhaltsverzeichnis
Der Vergleich führt von der Bestandsaufnahme bis zum passenden Leistungsumfang.
4 BEGRIFFE IM VERGLEICH
Renovieren oder sanieren: Unterschiede im Überblick
Im Alltag werden die Begriffe oft gleich verwendet. Für Angebot, Budget und Termin ist die Trennung jedoch wichtig. Die folgende Tabelle beschreibt das typische Projektziel; sie ersetzt keine technische oder rechtliche Einordnung des konkreten Vorhabens.
| Begriff | Hauptziel | Typische Arbeiten | Planungstiefe |
|---|---|---|---|
| Renovierung | Optik auffrischen | Malen, Tapeten, sichtbare Böden | niedrig bis mittel |
| Sanierung | Mangel und Funktion verbessern | Leitungen, Feuchte, Untergrund, Elektrik | mittel bis hoch |
| Modernisierung | Standard erhöhen | Fenster, Komfort, Effizienz, Technik | mittel bis hoch |
| Umbau | Nutzung oder Struktur ändern | Wände, Grundriss, Öffnungen | hoch |
Renovieren oder sanieren: das Projektziel entscheidet
Zunächst beschreiben Sie nicht die gewünschte Leistung, sondern das Problem. Danach prüft das Team, ob nur eine Oberfläche oder auch der technische Aufbau betroffen ist. Dadurch entsteht ein belastbarer Umfang statt einer zufälligen Sammlung einzelner Gewerke.
Außerdem kann dieselbe Wohnung alle vier Kategorien enthalten. Ein Raum erhält neue Farbe, während Leitungen erneuert, Fenster verbessert und eine Türöffnung verändert werden. Deshalb braucht jedes Bauteil eine eigene Zuordnung.
Zunächst erhält jede Position im Leistungsverzeichnis ein eindeutiges Ziel. Danach ergänzt die Planung Bestand, gewünschte Qualität und notwendige Vorleistung. Außerdem sollte das Angebot offenlegen, welche Annahmen noch ungeprüft sind. Dadurch vergleichen Eigentümer nicht nur Endpreise, sondern tatsächlich denselben Projektumfang. Schließlich verhindert die klare Zuordnung, dass eine optische Pauschale notwendige technische Arbeiten versteckt oder eine Modernisierung versehentlich als zwingende Mängelbehebung erscheint.
01 · OBERFLÄCHEN
Renovieren oder sanieren: Wann eine Renovierung reicht
Eine Renovierung passt, wenn die Wohnung technisch brauchbar ist und vor allem abgewohnt, dunkel oder gestalterisch veraltet wirkt. Das Ziel ist eine sichtbare Verbesserung ohne tiefen Eingriff in Leitungen, Tragwerk oder Bauphysik.
Typische Renovierungsarbeiten
- Wände und Decken vorbereiten und streichen
- Tapeten entfernen oder erneuern
- Parkett pflegen oder oberflächlich aufarbeiten
- Bodenbeläge und Sockelleisten austauschen
- Innentüren und Beschläge optisch auffrischen
- sichtbare Silikon- oder Anschlussfugen erneuern
Renovieren oder sanieren: Untergrund trotzdem prüfen
Eine optische Maßnahme funktioniert nur auf einem geeigneten Untergrund. Deshalb prüft das Team Feuchtigkeit, Haftung, Risse und Ebenheit vor dem Anstrich. Andernfalls verdeckt neue Farbe den Mangel kurzfristig, während Blasen oder Flecken später zurückkehren.
Zunächst werden Möbel, Böden und Bauteile geschützt. Danach folgen Reparatur kleiner Oberflächenstellen, Grundierung und Endbeschichtung. Außerdem muss ein neuer Bodenaufbau zu Türen und Übergängen passen. Dadurch bleibt auch eine scheinbar einfache Renovierung fachlich sauber.
Darüber hinaus sollte die Bemusterung vor dem Baustart abgeschlossen sein. Farbe, Glanzgrad, Bodenformat, Sockelleiste und Übergangsprofil beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb erstellt das Team eine kurze Materialliste mit Produkt, Farbton, Menge und Lieferstatus. Anschließend prüft es Muster im tatsächlichen Tageslicht der Wohnung. Dadurch sinkt das Risiko, dass eine einzeln attraktive Auswahl im fertigen Raum unruhig wirkt oder technisch nicht zum Untergrund passt.


02 · TECHNISCHE MÄNGEL
Renovieren oder sanieren: Wann eine Sanierung notwendig ist
Eine Sanierung wird notwendig, wenn ein Mangel die Funktion, Sicherheit, Dauerhaftigkeit oder Nutzbarkeit beeinträchtigt. Dazu können feuchte Bauteile, beschädigte Leitungen, unsichere Elektroinstallationen, mangelhafte Abdichtung oder nicht tragfähige Untergründe gehören.
Renovieren oder sanieren: Symptome nicht überdecken
Feuchte Flecken, wiederkehrende Risse, Geruch, lose Fliesen oder häufige Sicherungsausfälle brauchen eine Ursachenprüfung. Zunächst dokumentiert das Team das Symptom. Danach untersucht ein passender Fachbetrieb den Aufbau und grenzt die Schadensquelle ein.
Typische Sanierungsarbeiten
- schadhafte Wasser- oder Abwasserleitungen erneuern
- Elektrik an aktuelle Nutzung und Sicherheit anpassen
- Feuchteursachen beseitigen und Bauteile trocknen
- Badabdichtung und technische Anschlüsse erneuern
- nicht tragfähigen Putz, Estrich oder Untergrund ersetzen
- beschädigte Bauteile fachgerecht instand setzen
Erst nach der technischen Freigabe folgen Putz, Fliesen, Boden und Farbe. Deshalb steht die sichtbare Gestaltung am Ende der Sanierung, auch wenn sie für den Nutzer zuerst auffällt. Hinweise für ältere Gebäude enthält Altbauwohnung sanieren in Wien.
03 · STANDARD ERHÖHEN
Modernisierung: Komfort und Effizienz gezielt verbessern
Eine Modernisierung behebt nicht zwingend einen vorhandenen Schaden. Sie hebt vielmehr Komfort, Nutzbarkeit, Energieeffizienz oder technischen Standard an. Beispiele sind bessere Fenster, zeitgemäße Regelung, zusätzliche Steckdosen oder eine komfortablere Raumaufteilung.
Renovieren oder sanieren und gleichzeitig modernisieren?
Wenn Bauteile ohnehin geöffnet sind, kann eine Verbesserung wirtschaftlich sinnvoll sein. Beispielsweise lassen sich zusätzliche Leitungen leichter verlegen, bevor Wände geschlossen und gestrichen werden. Dennoch sollte jede Modernisierung einen klaren Nutzen und ein eigenes Budget besitzen.
Technische Abhängigkeiten zuerst prüfen
Ein neues Fenster beeinflusst Anschlüsse, Lüftung und gegebenenfalls das äußere Erscheinungsbild. Eine neue Regelung muss außerdem zur vorhandenen Heizungsanlage passen. Deshalb braucht auch eine Komfortmaßnahme eine Bestandsprüfung und passende Fachplanung.
Zunächst definiert der Auftraggeber das gewünschte Ergebnis. Danach vergleicht das Team Investition, Nutzungsdauer, Folgekosten und mögliche Genehmigungen. Dadurch entsteht keine Ansammlung teurer Einzelprodukte, sondern eine funktionierende Gesamtlösung.
Außerdem sollte die Planung spätere Wartung, Ersatzteile und Bedienung berücksichtigen. Ein technisch aufwendiges System schafft nur dann Mehrwert, wenn Bewohner es verstehen und Fachbetriebe es langfristig betreuen können.


04 · BESTANDSPRÜFUNG
Renovieren oder sanieren: Entscheidung nach Zustand
Die richtige Entscheidung beginnt mit einer geordneten Bestandsaufnahme. Farbe, Boden und Einrichtung zeigen nur die sichtbare Ebene. Leitungen, Untergründe, Feuchtigkeit und frühere Umbauten bestimmen dagegen häufig den tatsächlichen Aufwand.
Fünf Fragen für die erste Einordnung
- Funktion: Arbeiten Wasser, Strom, Heizung, Fenster und Türen zuverlässig?
- Schaden: Gibt es Feuchte, Risse, Geruch, lose Flächen oder Verformung?
- Alter: Welche Bauteile nähern sich dem Ende ihrer Nutzungsdauer?
- Nutzung: Passt der Bestand zu Haushalt, Möblierung und technischer Ausstattung?
- Ziel: Soll die Wohnung nur frischer wirken oder langfristig technisch verbessert werden?
Renovieren oder sanieren: Ampel für den Projektstart
Grün bedeutet: funktionierender Bestand, keine Schadensanzeichen, nur Oberflächenwunsch. Gelb bedeutet: Alter oder einzelne Symptome verlangen eine Fachprüfung. Rot bedeutet: Sicherheits-, Feuchte- oder Funktionsproblem zuerst technisch lösen.
Außerdem sollten Eigentümer verfügbare Pläne, Rechnungen und frühere Befunde zusammentragen. Danach lassen sich Sondagen gezielt statt großflächig planen. Unsere Checkliste Wohnungssanierung Wien unterstützt diese Vorbereitung.
05 · PRAXISBEISPIELE
Beispiele für Wohnzimmer, Bad, Küche und Altbau
Wohnzimmer
Neue Farbe und gepflegtes Parkett sind meist Renovierung. Muss jedoch ein feuchter Wandaufbau geöffnet oder eine unsichere Leitung ersetzt werden, beginnt die Sanierung. Zusätzliche Beleuchtungszonen können anschließend eine Modernisierung darstellen.
Bad
Neue Armaturen oder Möbel verändern die Optik. Eine schadhafte Abdichtung, undichte Leitung oder nicht tragfähiger Untergrund verlangt dagegen technische Maßnahmen. Eine bodengleiche Dusche kann zusätzlich Komfort und Standard erhöhen.
Renovieren oder sanieren in der Küche
Fronten, Farbe und sichtbarer Boden gehören häufig zur Renovierung. Neue Starkstromanschlüsse, veränderte Wasserpositionen oder ein beschädigter Untergrund benötigen Fachplanung. Deshalb sollte die Küchenplanung vor den Installationen feststehen.
Altbauwohnung
Stuck, Kassettentüren und Parkett lassen sich oft erhalten und optisch aufarbeiten. Gleichzeitig können alte Leitungen, unebene Böden oder frühere Umbauten technische Eingriffe notwendig machen. Dadurch entsteht im Altbau besonders häufig ein kombiniertes Projekt.
Zunächst bewertet das Team jeden Raum getrennt. Danach stimmt es gemeinsame Leitungswege, Bodenhöhen und Materialübergänge ab. So bleibt der Gesamtplan konsistent, obwohl die Räume unterschiedliche Maßnahmen benötigen.
06 · BUDGET
Renovieren oder sanieren: Was beeinflusst die Kosten?
Eine Renovierung lässt sich häufig genauer kalkulieren, weil Mengen und sichtbare Flächen gut messbar sind. Bei einer Sanierung können dagegen verdeckte Befunde, Sondagen und technische Nebenarbeiten hinzukommen. Deshalb braucht das Angebot klare Annahmen und Eventualpositionen.
Renovieren oder sanieren: Kostenblöcke getrennt ausweisen
Teilen Sie das Budget in Bestandsschutz, Rückbau, technische Arbeiten, Wiederherstellung und Ausstattung. Außerdem sollten Modernisierungswünsche separat erscheinen. Dadurch erkennt der Auftraggeber, welcher Betrag einen Mangel behebt und welcher den Standard erhöht.
Typische Kostentreiber
- unbekannter oder beschädigter Untergrund
- mehrere technische Gewerke und Schnittstellen
- schwierige Transport- und Lagerbedingungen
- Sonderformate oder lange Lieferzeiten
- Arbeiten im bewohnten Zustand
- Genehmigungen, Planung und Nachweise
Zunächst sollte der technisch notwendige Umfang feststehen. Danach lässt sich die Ausstattung an das verfügbare Budget anpassen. Vertiefende Hinweise finden Sie unter Wohnungssanierung Wien: Kosten.
Außerdem braucht das Budget eine Reserve, deren Höhe zum Bestandsrisiko passt. Ein sichtbarer, gut dokumentierter Neubauaufbau verlangt weniger Unsicherheit als ein Altbau mit unbekannten Leitungswegen. Dennoch ersetzt eine Reserve keine Bestandsprüfung. Zunächst reduziert das Team offene Fragen durch Pläne, Sondagen und Fachbefunde. Danach kalkuliert es nur verbleibende Risiken als Eventualposition. Dadurch bleibt die Reserve kontrollierbar und wird nicht zu einer pauschalen zweiten Angebotssumme.
07 · TERMINPLAN
Dauer und Bauphasen realistisch planen
Die reine Arbeitszeit sagt wenig über die Gesamtdauer. Planung, Freigaben, Lieferungen, Trocknung und Prüfungen bestimmen den Kalender ebenso. Eine Oberflächenrenovierung kann deshalb kompakt ablaufen, während technische Maßnahmen mehrere aufeinander abgestimmte Phasen benötigen.
Renovieren oder sanieren: unterschiedliche Terminrisiken
Bei Renovierungsarbeiten liegen Risiken vor allem in Untergrund, Materiallieferung und Zugang. Bei einer Sanierung kommen Sondagen, Fachbefunde und verdeckte Schäden hinzu. Außerdem darf der nächste Aufbau erst nach technischer Kontrolle beginnen.
Die richtige Reihenfolge
Zunächst erfolgen Schutz, Rückbau und technische Roharbeiten. Danach prüft das Team Leitungen, Abdichtung oder Untergrund. Anschließend folgen Schließen, Trocknen, Oberflächen und Endmontage. Dadurch bleiben fertige Flächen vor späteren Eingriffen geschützt.
Wer in der Wohnung bleibt, benötigt zusätzliche Zonenwechsel und Reinigung. Das kann die Dauer verlängern. Weitere Details zeigen Dauer einer Wohnungssanierung und Wohnungssanierung im bewohnten Zustand.
08 · GESAMTPROJEKT
Renovieren oder sanieren in einem kombinierten Projekt
Die meisten umfassenden Wohnungsprojekte kombinieren technische, optische und modernisierende Leistungen. Entscheidend ist deshalb nicht ein einziges Etikett, sondern die richtige Reihenfolge und klare Zuständigkeit für jede Position.
Renovieren oder sanieren: ein Planstand für alle Gewerke
Elektriker, Installateur, Trockenbau, Fliesen, Boden und Malerei benötigen dieselben Maße und Entscheidungen. Zunächst legt die Projektleitung Positionen und Aufbauhöhen fest. Danach erhält jedes Gewerk den aktuellen Plan. Dadurch sinkt das Risiko widersprüchlicher Ausführung.
Kontrollpunkte vor dem Schließen
Verdeckte Leitungen, Anschlüsse und Abdichtungen sollten dokumentiert und geprüft werden, bevor Putz, Fliesen oder Verkleidungen folgen. Außerdem braucht jede Änderung eine schriftliche Freigabe mit Preis- und Terminauswirkung.
Schließlich trennt die Abnahme technische Funktion, optische Qualität und Restpunkte. So bleibt erkennbar, ob ein Mangel behoben, eine Oberfläche erneuert oder der Standard verbessert wurde. Informationen zur Firmenauswahl bietet Sanierungsfirma in Wien auswählen.
Zusätzlich benötigt das Gesamtprojekt Entscheidungsfristen für Produkte und Details. Zunächst markiert der Terminplan, wann Fliesen, Armaturen, Leuchten, Türen und Boden freigegeben sein müssen. Danach prüft die Projektleitung Lieferzeiten und notwendige Vorleistungen. Außerdem erhält jede Änderung eine Versionsnummer. Dadurch arbeiten alle Gewerke mit demselben Stand. Andernfalls kann eine kleine spätere Produktänderung Anschlüsse, Ausschnitte, Bodenhöhen und den Endtermin gleichzeitig beeinflussen.

09 · VERFAHREN
Zustimmungen, Bauanzeige und Baubewilligung in Wien
Die Bezeichnung Renovierung oder Sanierung entscheidet nicht automatisch über ein Verfahren. Maßgeblich sind Art und Umfang der konkreten baulichen Veränderung. Die Stadt Wien weist deshalb darauf hin, dass vor Baubeginn die passende Verfahrensart geprüft werden muss.
Oberfläche oder bauliche Veränderung?
Reine Maler- oder gleichartige Bodenarbeiten unterscheiden sich deutlich von Eingriffen in tragende Bauteile, Nutzung, Fassade oder bestimmte Fenster. Außerdem können Eigentümergemeinschaft, Vermieter, Hausverwaltung oder andere Stellen zustimmen müssen.
Renovieren oder sanieren: Verfahren früh klären
Zunächst beschreibt das Projekt alle Änderungen konkret. Danach prüfen befugte Planer oder zuständige Stellen, welche Unterlagen und Zustimmungen erforderlich sind. Erst anschließend sollte die Ausführung verbindlich terminiert werden.
Die Stadt Wien zur Bauanzeige erklärt, dass Art und Umfang des Vorhabens das Verfahren bestimmen. Unser Beitrag Baubewilligung bei Wohnungssanierung fasst die praktische Vorbereitung zusammen.
Außerdem sollte der Terminplan ausreichende Zeit für Rückfragen und Unterlagen enthalten. Zunächst klärt das Projektteam Eigentumsverhältnisse, Bestandspläne und betroffene Allgemeinteile. Danach benennt es verantwortliche Planer und Fachbetriebe. Anschließend verbindet es jede erforderliche Zustimmung mit einem klaren Meilenstein. Dadurch beginnt kein Gewerk auf einer unsicheren Grundlage. Schließlich müssen mögliche Auflagen auch im Angebot und in der Ausführung berücksichtigt werden, damit genehmigter Plan und gebauter Zustand übereinstimmen.
10 · FEHLER VERMEIDEN
Renovieren oder sanieren: zehn typische Planungsfehler
- Nur nach Optik entscheiden: Technische Symptome bleiben ungeprüft.
- Begriffe im Angebot vermischen: Ziel und Leistungsumfang bleiben unklar.
- Feuchte überstreichen: Die Ursache arbeitet weiter.
- Neue Oberflächen zuerst: Spätere Leitungsarbeiten zerstören fertige Flächen.
- Modernisierung ohne Nutzen: Teure Produkte lösen kein konkretes Problem.
- Untergrund nicht prüfen: Farbe, Fliesen oder Boden haften nicht dauerhaft.
- Gewerke einzeln planen: Maße und Anschlüsse passen nicht zusammen.
- Genehmigungen spät klären: Termin und Kosten geraten unter Druck.
- Keine Reserve: Verdeckte Befunde können nicht aufgefangen werden.
- Keine Dokumentation: Leitungen und Freigaben bleiben später unbekannt.
Bestandsaufnahme schützt Budget und Ergebnis
Zunächst sammelt das Team Symptome, Ziele und Unterlagen. Danach trennt es notwendige, sinnvolle und optionale Leistungen. Dadurch entsteht ein skalierbarer Umfang, der bei Budgetänderungen angepasst werden kann, ohne technische Mindestanforderungen zu gefährden.
Außerdem sollte jede Einsparung ihre Auswirkung nennen. Ein günstigeres Produkt kann gleichwertig sein; eine ausgelassene Untergrundarbeit verändert dagegen die Qualität. Deshalb braucht eine Budgetoptimierung technische Transparenz.
FAQ
Häufige Fragen: Renovieren oder sanieren
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Renovierung und Sanierung?
Eine Renovierung verbessert überwiegend Optik und Oberfläche. Eine Sanierung behebt technische Mängel, Schäden oder Funktionsprobleme. In der Praxis können beide Leistungen in demselben Projekt vorkommen.
Renovieren oder sanieren: Woran erkenne ich den Bedarf?
Feuchte, wiederkehrende Risse, lose Bauteile, Geruch oder technische Ausfälle sprechen für eine Fachprüfung. Wenn der Bestand funktioniert und nur abgewohnt wirkt, kann eine Renovierung genügen.
Ist eine Modernisierung dasselbe wie eine Sanierung?
Nein. Eine Modernisierung erhöht den bisherigen Standard, beispielsweise bei Komfort oder Energieeffizienz. Dagegen stellt eine Sanierung Funktion und Dauerhaftigkeit wieder her. Beide Ziele können jedoch in einer Maßnahme zusammenkommen.
Renovieren oder sanieren: Was ist günstiger?
Eine reine Oberflächenrenovierung ist meistens günstiger als eine technische Sanierung. Der konkrete Preis hängt jedoch von Fläche, Bestand, Untergrund, Gewerken und Ausstattung ab. Deshalb braucht ein Vergleich denselben Leistungsumfang.
Kann man eine Wohnung zuerst renovieren und später sanieren?
Technisch ist das möglich, wirtschaftlich jedoch oft ungünstig. Spätere Leitungs- oder Untergrundarbeiten können neue Oberflächen beschädigen. Deshalb sollte der technische Zustand vor Malerei und Boden geprüft werden.
Braucht eine Renovierung in Wien eine Genehmigung?
Reine Oberflächenarbeiten sind anders zu bewerten als bauliche Veränderungen. Art und Umfang des konkreten Vorhabens bestimmen das Verfahren. Bei Unsicherheit sollten zuständige Stellen oder befugte Planer frühzeitig prüfen.
Wie lange dauern Renovierung und Sanierung?
Oberflächenarbeiten können wenige Tage bis mehrere Wochen beanspruchen. Technische Sanierungen benötigen zusätzlich Planung, Rückbau, Prüfungen und Trocknung. Der konkrete Termin hängt deshalb vom Projektumfang ab.
Wer entscheidet, ob renoviert oder saniert werden muss?
Der Auftraggeber definiert das Ziel. Fachbetriebe und Planer beurteilen jedoch technische Mängel, Risiken und notwendige Leistungen. Bei komplexen Projekten koordiniert eine verantwortliche Projektleitung die gemeinsame Entscheidung.
FACHBEITRAG
Über BOGI Projekt GmbH
BOGI Projekt GmbH begleitet Renovierungs-, Sanierungs- und Umbauprojekte in Wien und Umgebung. Der Schwerpunkt liegt auf klarer Bestandsaufnahme, nachvollziehbarem Leistungsumfang und koordinierter Ausführung.
Entsprechend befugte Planer und Partnerbetriebe übernehmen technische Fachleistungen, Nachweise und Gewerke. Dadurch bleiben Oberflächenwünsche, notwendige Instandsetzung und Modernisierung klar getrennt.
Redaktion: BOGI Projekt GmbH · Region: Wien und Umgebung · Stand: August 2026
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Hinweis: Die Begriffserklärung bietet Orientierung. Verfahren und technische Anforderungen richten sich nach dem konkreten Vorhaben.
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